Wanderziele u. Sehenswürdigkeiten
in und um St. Martin
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Wetterkreuz - Ottilienberg: Seit alten Zeiten war es in unserer Gegend Brauch, dass dort, wo die
Gewitter und Regenwolken herangezogen kommen, also westlich der Ortschaft, auf der Höhe eines Berges,
ein Wetterkreuz errichtet wurde. Man ging nicht nur einmal im Jahr mit der Bittprozession den Berg hinauf,
sondern, sofern es möglich war, jeden Sonn- und Feiertag, um Gott zu bitten, er möge Hagel, Sturm, Frost,
Gewitter und Wolkenbruch vom Dorf und seiner Gemarkung abhalten. Neben den Einheimischen fanden sich viele
Gläubige aus den umliegenden Ortschaften vor dem Votivkreuz ein. Oft konnte der Platz die vielen Beter
nicht fassen. Auch heute noch pflegen einige Dorfbewohner diesen althergebrachten Brauch.
Das Kreuz, das sich auf der Höhe erhebt, ließen 1755 die Eheleute Matthäus und Margaretha Hundemer aufstellen. Auf der Vorderseite des geschweiften Sockels steht zu lesen:"KOMBT, LOBET ALL VND SCHWÖRET AN,Neben der Kreuzigungsgruppe steht ein Bildhäuschen. Über einem massiven Unterbau wölben sich Steinplatten zu einem Rundbogen und bilden eine geräumige Nische, in der sich eine Ottilienstatue befindet. Die Heilige ist die Patronin der Blinden und Sehgeschädigten sowie die Schutzpatronin des nahen Elsaß.
WAS GOT, AM CREUTZ FÜR EUCH GETHAN.
DIE SÜND GELÖSCHT, DAS HEIL ERKAUFT,
MIT TODT, UND BLUTH EUCH NEU GETAUFFT.
DRUM EŸLT HERZU, UND SEŸD NICHT LAU,
BEGIEST MEIN HERTZ MIT TRÆNEN TAU.
EX VOTO
MATHÆI ET MARGARETÆ HUNDMERIN ". -
Die Lourdes-Grotte (Lourdesgrotte, Mariengrotte), errichtet im Jahr 1912, wurde von Familie Koch gestiftet und liegt etwa 10 Minuten von der Kropsburg entfernt.
Im "Kleinod" (Richard Platz 1927) findet sich folgende Beschreibung:"Wir stehen an geweihter Stätte. Der Fremde, ohne Konfessionsunterschied, dürfte sich des tiefen Eindrucks nicht erwehren können, wo die Natur solche seelenheilende Plätzchen hervorzaubert. Die geschickte Anlage der gewaltigen Grotte und der sich davor ausbreitende große freie Platz mit seiner Cypressenallee, sowie der künstlerisch angelegte Rosengarten erhöhen den Eindruck noch ganz enorm. Die Stille und Andacht dieses Fleckchens wird durch das Plätschern des vor der Grotte tanzenden Springbrunnens und lieblichen Gesängen der Vögel stimmungsvoll beeinflußt, sodaß die Weihe des Ortes so recht hervortritt und die Grotte in vollster Glorie erstrahlt. Wir verlassen diese heilige Stätte in nachhaltigstem Eindrucke." -
Der Dichterhain
ist eine größere Anlage im St. Martiner Vorderwald in der Nähe des Schwalbenfelsens.
Eine Sandsteinplatte mit Flachreliefen zeigt die Medaillons des "Bellemer Heiner" (August Heinrich),
der "Sommerfrau" (Lina Sommer) und des "Fritz Claus" (Johann Martin Jäger). Der Verschönerungsverein und
der Verkehrsverein von St. Martin, die 1929 ihr 30-jahriges bzw. 15-jähriges Gründungsfest feierten,
setzten aus diesem Anlass den bekannten Pfälzer Mundartdichtern ein Denkmal. Die Bildnisse hat der
Bildhauer Wilhelm Kollmar aus Karlsruhe
geschaffen.
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Die 'Haardtgass-Muttergottes'
wurde um das Jahr 1750
von den Brüdern Johann Jakob und Wendelinus Fischer geschaffen.
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Das 'Bildhäusel'
('Bildhäuschen') am Ortseingang
weist auf den untergegangenen Ort 'Forst' hin.
- Der Bildstock am Bildhäusel war ursprünglich an der Landstraße nach Edenkoben aufgestellt.
- Das Fünfwundenkreuz (Fünf-Wunden-Kreuz) an der Straße nach Maikammer markiert die Gemarkungsgrenze.
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Das 'Kapellche'
(Martinuskapelle) an der Totenkopfstraße
ist ein ehemaliges Wallfahrtsheiligtum.
- Das ehemalige Friedhofskreuz westlich der Kirche erinnert an den alten Kirchhof.
- Markierte Rundwanderwege