Kurzvorstellung St. Martins

Gesundheits- und Sozialwesen

Nach der mündlichen Überlieferung soll das Gasthaus "Zur Krone" in früheren Zeiten ein Siechenhaus gewesen sein.

Im Jahr 1863 gründete Pfarrer Franz Zimmermann den Johannisverein, der zum Ziel hatte, sich der bedürftigen Armen, Kranken und Wöchnerinnen im Dorf anzunehmen. So konnte die gröbste Not im Dorf aufgefangen werden.

1891 wünschte Prälat Schäfer eine intensivere Pflege der Kranken. Sein Anliegen trug er dem Superior der Kongregation der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie in Mallersdorf vor. Hier ging man auf seine Bitte ein. Prälat Schäfer gründete daraufhin den Elisabethenverein. Am 19. Mai 1892 trafen drei Schwestern in St. Martin ein, die ihre Aufgabe in der unentgeltlichen Pflege und Betreuung der Kranken erblickten, egal welcher Konfession diese angehörten. Ein zweites, dem ersteren untergeordnetes Tätigkeitsfeld, war die Errichtung einer Kleinkinder- und Nähschule. Die Schwestern verzeichneten im Jahr 1904 insgesamt 1.659 Pflegestunden bei 264 Kranken und 234 Nachtwachen bei 25 Sterbefällen. Diese Zahlen veränderten sich nur unwesentlich im Lauf der Jahre.

Am 13. Januar 1975 erfolgte eine Neugründung des Vereins mit der Bezeichnung "Katholischer Krankenpflegeverein - Elisabethenverein St. Martin e.V. ". Nach §1 der Satzung dient der Verein der ambulanten Kranken-, Alten- sowie der Haus- und Familienpflege. Im gleichen Jahr trat der Verein der Ökumenischen Sozialstation Neustadt a. d. Weinstraße bei, deren Betreuungsbereich die Verbandsgemeinden Lambrecht und Maikammer angehören. Am 1. Mai 1976 wurde die Nebenstelle Maikammer einsatzbereit.

In St. Martin ist ein Arzt für Allgemeinmedizin ansässig. Leider fehlt eine Apotheke.

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